# VLANs auf Ubiquiti-Switches per SSH konfigurieren

**BookStack-Anleitung** · Version 1.0 · Stand: 30. Juli 2026 · Zielgruppe: Administratoren und Homelab-Betreiber

**Geltungsbereich**  
Diese Anleitung gilt für Ubiquiti-Switches, die über SSH eine Cisco-artige FastPath-/EdgeSwitch-CLI mit Befehlen wie `<span class="editor-theme-code">vlan database</span>`, `<span class="editor-theme-code">configure</span>`, `<span class="editor-theme-code">switchport mode access</span>` und `<span class="editor-theme-code">switchport mode trunk</span>` bereitstellen. Sie ist keine Behauptung, dass jeder UniFi-Switch, jede Firmware oder jede Produktfamilie dieselben Befehle unterstützt. Vor Änderungen wird die verfügbare CLI-Hilfe geprüft.

**Wichtiger Hinweis zu UniFi Network**  
Bei einem durch UniFi Network verwalteten Switch können manuelle SSH-Änderungen bei der nächsten Provisionierung überschrieben werden. Für dauerhaft unterstützte Konfigurationen ist dort der Port Manager beziehungsweise ein Ethernet-Portprofil der vorgesehene Weg. Die SSH-CLI eignet sich vor allem zur Diagnose, für Laborumgebungen und für Geräte, deren lokale CLI und Speichermethode ausdrücklich geprüft wurden.

**Inhalt**

- [1. Grundlagen](#bkmrk-1.-grundlagen)
- [2. VLAN-Planung](#bkmrk-2.-vlan-planung)
- [3. Vorbereitung und Sicherung](#bkmrk-3.-vorbereitung-und-)
- [4. SSH und CLI öffnen](#bkmrk-4.-ssh-und-cli-%C3%B6ffne)
- [5. Mehrere VLANs erstellen](#bkmrk-5.-mehrere-vlans-ers)
- [6. Access-Port konfigurieren](#bkmrk-6.-access-port-konfi)
- [7. Trunk-Port konfigurieren](#bkmrk-7.-trunk-port-konfig)
- [8. Typische Anschlussszenarien](#bkmrk-8.-typische-anschlus)
- [9. Konfiguration prüfen](#bkmrk-9.-konfiguration-pr%C3%BC)
- [10. Änderungen speichern](#bkmrk-10.-%C3%84nderungen-speic)
- [11. Rückbau und Notfallplan](#bkmrk-11.-r%C3%BCckbau-und-notf)
- [12. Häufige Fehler](#bkmrk-12.-h%C3%A4ufige-fehler)
- [13. Entsprechung in UniFi Network](#bkmrk-13.-entsprechung-in-)
- [14. Kurzreferenz](#bkmrk-14.-kurzreferenz)
- [15. Quellen](#bkmrk-15.-quellen-und-weit)

## 1. Grundlagen

Ein VLAN trennt ein physisches Ethernet-Netz logisch in mehrere Layer-2-Netze. Geräte in unterschiedlichen VLANs teilen sich zwar möglicherweise denselben Switch, befinden sich aber in getrennten Broadcast-Domänen. Kommunikation zwischen VLANs benötigt einen Router, eine Firewall oder einen Layer-3-Switch mit passenden Regeln.

<table id="bkmrk-begriffbedeutungvlan"><colgroup><col></col><col></col></colgroup><tbody><tr><th>Begriff

</th><th>Bedeutung

</th></tr><tr><td>**VLAN-ID / VID**

</td><td>Numerische Kennung eines VLANs. Bei der hier beschriebenen CLI liegt der nutzbare Bereich typischerweise bei 1 bis 4093; VLAN 1 ist meist das Default-VLAN.

</td></tr><tr><td>**Untagged / unmarkiert**

</td><td>Ein Ethernet-Frame verlässt den Port ohne 802.1Q-VLAN-Tag. Normale Endgeräte erwarten üblicherweise ungetaggte Frames.

</td></tr><tr><td>**Tagged / markiert**

</td><td>Der Frame trägt ein 802.1Q-Tag mit VLAN-ID. Das Gegenüber muss VLAN-Tags verstehen.

</td></tr><tr><td>**Access-Port**

</td><td>Transportiert genau ein VLAN ungetaggt. Geeignet für PCs, Drucker, Kameras und andere nicht VLAN-fähige Endgeräte.

</td></tr><tr><td>**Trunk-Port**

</td><td>Transportiert mehrere VLANs. Ein VLAN kann als Native VLAN ungetaggt übertragen werden; weitere VLANs werden getaggt.

</td></tr><tr><td>**Native VLAN / PVID**

</td><td>VLAN, dem ungetaggte eingehende Frames zugeordnet werden. Auf einem Trunk ist es üblicherweise zugleich das ungetaggt ausgehende VLAN.

</td></tr><tr><td>**Allowed VLANs**

</td><td>Liste der VLANs, die über einen Trunk transportiert werden dürfen.

</td></tr></tbody></table>

**Merksatz**  
Access bedeutet: *ein VLAN, ungetaggt*. Trunk bedeutet: *mehrere VLANs, normalerweise ein Native VLAN ungetaggt und weitere VLANs getaggt*.

## 2. VLAN-Planung

Vor der ersten Eingabe wird eine Port- und VLAN-Tabelle erstellt. Das Beispiel ist absichtlich generisch:

<table id="bkmrk-vlan-idnamebeispielz"><colgroup><col></col><col></col><col></col><col></col></colgroup><tbody><tr><th>VLAN-ID

</th><th>Name

</th><th>Beispielzweck

</th><th>Gateway/DHCP

</th></tr><tr><td>10

</td><td>Management

</td><td>Switches, Access Points, Verwaltungszugänge

</td><td>Auf Router/Firewall konfigurieren

</td></tr><tr><td>110

</td><td>Clients

</td><td>Arbeitsplätze und normale Endgeräte

</td><td>Auf Router/Firewall konfigurieren

</td></tr><tr><td>120

</td><td>Voice

</td><td>VoIP-Telefone

</td><td>Auf Router/Firewall konfigurieren

</td></tr><tr><td>130

</td><td>Guest

</td><td>Gäste oder isolierte Geräte

</td><td>Auf Router/Firewall konfigurieren

</td></tr></tbody></table>

Beispielhafter Portplan:

<table id="bkmrk-portrollenative%2Funta"><colgroup><col></col><col></col><col></col><col></col></colgroup><tbody><tr><th>Port

</th><th>Rolle

</th><th>Native/Untagged

</th><th>Tagged

</th></tr><tr><td>0/5

</td><td>Access-Port für Client

</td><td>VLAN 110

</td><td>keine

</td></tr><tr><td>0/12

</td><td>Access-Port für Telefon oder Endgerät

</td><td>VLAN 120

</td><td>keine

</td></tr><tr><td>0/24

</td><td>Access Point

</td><td>VLAN 10

</td><td>VLAN 110 und 130

</td></tr><tr><td>0/48

</td><td>Uplink zu Router oder weiterem Switch

</td><td>VLAN 10

</td><td>VLAN 110, 120 und 130

</td></tr></tbody></table>

**Der Switch ersetzt keinen Router**  
Das Anlegen eines VLANs auf dem Switch erzeugt weder ein IP-Subnetz noch DHCP noch Firewallregeln. Router oder Firewall müssen für jedes benötigte VLAN eine passende Schnittstelle beziehungsweise Subinterface besitzen.

## 3. Vorbereitung und Sicherung

### 3.1 Notfallzugang vorbereiten

- Nicht zuerst den Port ändern, über den die aktuelle SSH-Sitzung läuft.
- Wenn möglich einen zweiten Verwaltungsweg, Konsolenzugang oder einen unveränderten Management-Port bereithalten.
- Uplink und Management-VLAN erst ändern, nachdem Access- und Trunk-Konzept auf beiden Seiten feststehen.
- Bei entfernten Standorten eine Rückfallmöglichkeit vor Ort einplanen. Ein falsches Native VLAN ist ein sehr effizienter Weg, sich selbst auszusperren.

### 3.2 Ist-Zustand dokumentieren

Vor Änderungen diese Befehle ausführen und die Ausgabe lokal speichern:

```
show version
show network
show vlan brief
show interfaces status all
show running-config
```

Nicht jedes Modell unterstützt jede Anzeige. Ein unbekannter `<span class="editor-theme-code">show</span>`-Befehl ist kein Anlass, kreativ schreibende Befehle auszuprobieren; stattdessen mit `<span class="editor-theme-code">show ?</span>` die lokale Hilfe verwenden.

## 4. SSH und CLI öffnen

### 4.1 SSH-Verbindung herstellen

```
ssh <benutzer>@<switch-ip>
```

### 4.2 Lokale Switch-CLI öffnen

Auf vielen UniFi-USW-Firmwares landet man zunächst in einer Linux-Shell:

```
cli
enable
```

Auf EdgeSwitch-Systemen kann SSH bereits direkt die Switch-CLI öffnen. Dann ist `<span class="editor-theme-code">cli</span>` nicht erforderlich.

### 4.3 Syntax vorab prüfen

```
?
vlan database ?
configure
interface ?
exit
```

**Abbruchkriterium**  
Fehlen `<span class="editor-theme-code">vlan database</span>`, `<span class="editor-theme-code">switchport mode access</span>` oder `<span class="editor-theme-code">switchport mode trunk</span>` in der lokalen Hilfe, darf diese Befehlsfolge nicht blind auf das Gerät übertragen werden. Ubiquiti verwendet je nach Produktfamilie unterschiedliche CLIs.

## 5. Mehrere VLANs erstellen

### 5.1 VLAN-Datenbank öffnen

```
vlan database
```

### 5.2 VLANs einzeln anlegen und benennen

```
vlan 10
vlan name 10 Management

vlan 110
vlan name 110 Clients

vlan 120
vlan name 120 Voice

vlan 130
vlan name 130 Guest

exit
```

Einzelne Befehle sind meist kompatibler als eine zusammengefasste VLAN-Liste. Unterstützt die lokale Hilfe Listen, kann alternativ beispielsweise `<span class="editor-theme-code">vlan 10,110,120,130</span>` verwendet werden. Namen werden anschließend separat gesetzt.

### 5.3 VLANs kontrollieren

```
show vlan brief
```

Alle angelegten VLAN-IDs sollten als statische VLANs erscheinen.

## 6. Access-Port konfigurieren

Ein Access-Port ist für ein normales Endgerät gedacht. Eingehende ungetaggte Frames werden dem konfigurierten VLAN zugeordnet; ausgehende Frames verlassen den Port ungetaggt.

### 6.1 Einzelnen Port auf Access VLAN 110 setzen

```
configure
interface 0/5
switchport mode access
switchport access vlan 110
exit
exit
```

### 6.2 Optional eine Beschreibung setzen

Wenn die lokale CLI den Befehl anbietet:

```
configure
interface 0/5
description Client-Arbeitsplatz
exit
exit
```

### 6.3 Mehrere Access-Ports

Die sicherste universelle Methode ist, die Portkonfiguration pro Interface zu wiederholen. Manche Firmwarestände unterstützen Interface-Bereiche, deren Syntax jedoch abweicht. Vor Verwendung eines Bereichs immer `<span class="editor-theme-code">interface ?</span>` prüfen.

```
configure

interface 0/5
switchport mode access
switchport access vlan 110
exit

interface 0/6
switchport mode access
switchport access vlan 110
exit

interface 0/7
switchport mode access
switchport access vlan 110
exit

exit
```

**Endgerätetest**  
Ein nicht VLAN-fähiger Client an diesem Port sollte ohne eigene VLAN-Konfiguration eine Adresse aus dem Netz von VLAN 110 erhalten. Bekommt er keine Adresse, fehlen meist DHCP, Gateway-Konfiguration oder ein VLAN auf einem vorgelagerten Trunk.

## 7. Trunk-Port konfigurieren

Ein Trunk verbindet VLAN-fähige Geräte, zum Beispiel einen Router, einen weiteren Managed Switch, einen Hypervisor oder einen Access Point. Beide Seiten des Links müssen dieselbe VLAN-Logik verwenden.

### 7.1 Trunk mit Native VLAN und mehreren erlaubten VLANs

```
configure
interface 0/48
switchport mode trunk
switchport trunk native vlan 10
switchport trunk allowed vlan 10,110,120,130
exit
exit
```

In diesem Beispiel läuft VLAN 10 als Native VLAN ungetaggt. VLAN 110, 120 und 130 werden getaggt übertragen. Einige Implementierungen zeigen das Native VLAN zusätzlich in der Allowed-Liste, andere behandeln es getrennt. Entscheidend ist die Ausgabe der lokalen Prüfkommandos und eine identische Konfiguration am Gegenport.

### 7.2 VLAN zu einem bestehenden Trunk hinzufügen

```
configure
interface 0/48
switchport trunk allowed vlan add 140
exit
exit
```

### 7.3 VLAN von einem Trunk entfernen

```
configure
interface 0/48
switchport trunk allowed vlan remove 140
exit
exit
```

### 7.4 Allowed-Liste vollständig ersetzen

```
configure
interface 0/48
switchport trunk allowed vlan 10,110,120,130
exit
exit
```

**`<strong class="editor-theme-bold editor-theme-code">add</strong>` und vollständige Liste nicht verwechseln**  
`<span class="editor-theme-code">switchport trunk allowed vlan add ...</span>` ergänzt die vorhandene Liste. Der Befehl ohne `<span class="editor-theme-code">add</span>` kann die bisherige Liste ersetzen. Vorher `<span class="editor-theme-code">show interfaces switchport trunk <port></span>` prüfen, sonst verschwinden VLANs mit beeindruckender Effizienz.

## 8. Typische Anschlussszenarien

### 8.1 Arbeitsplatz, Drucker, Kamera oder Server

Das Endgerät versteht keine VLAN-Tags und gehört genau einem VLAN:

```
configure
interface 0/5
switchport mode access
switchport access vlan 110
exit
exit
```

### 8.2 Access Point mit Management- und SSID-VLANs

Das Management des Access Points läuft ungetaggt in VLAN 10. Zwei SSIDs verwenden VLAN 110 und VLAN 130 getaggt:

```
configure
interface 0/24
switchport mode trunk
switchport trunk native vlan 10
switchport trunk allowed vlan 10,110,130
exit
exit
```

**Access-Point-Falle**  
Das VLAN einer getaggten SSID sollte am direkten AP-Uplink nicht gleichzeitig als Native VLAN konfiguriert werden. Außerdem muss jedes SSID-VLAN auf allen Trunks zwischen AP und Gateway erlaubt sein.

### 8.3 Uplink zu einem Router oder einer Firewall

```
configure
interface 0/48
switchport mode trunk
switchport trunk native vlan 10
switchport trunk allowed vlan 10,110,120,130
exit
exit
```

Auf dem Router beziehungsweise der Firewall werden dazu passende VLAN-Interfaces benötigt, beispielsweise:

<table id="bkmrk-vlanrouterfunktion10"><colgroup><col></col><col></col></colgroup><tbody><tr><th>VLAN

</th><th>Routerfunktion

</th></tr><tr><td>10

</td><td>Management-Gateway und optional DHCP

</td></tr><tr><td>110

</td><td>Client-Gateway, DHCP und Firewallregeln

</td></tr><tr><td>120

</td><td>Voice-Gateway, DHCP-Optionen und QoS nach Bedarf

</td></tr><tr><td>130

</td><td>Gast-Gateway, DHCP und restriktive Firewallregeln

</td></tr></tbody></table>

### 8.4 Uplink zwischen zwei Switches

Beide Enden müssen dieselbe Native-VLAN- und Allowed-VLAN-Konfiguration besitzen:

```
configure
interface 0/48
switchport mode trunk
switchport trunk native vlan 10
switchport trunk allowed vlan 10,110,120,130
exit
exit
```

**Native-VLAN-Mismatch**  
Wenn eine Seite VLAN 10 ungetaggt erwartet und die andere Seite ungetaggte Frames einem anderen VLAN zuordnet, entstehen schwer erkennbare Verbindungs- und Sicherheitsprobleme. Native VLANs müssen an beiden Enden übereinstimmen.

### 8.5 Hypervisor oder VLAN-fähiger Server

Ein Hypervisor kann mehrere virtuelle Netze über einen Trunk empfangen. Das Management-VLAN kann nativ oder ebenfalls getaggt sein, abhängig von der Serverkonfiguration. Die Switch- und Hostkonfiguration müssen exakt zusammenpassen.

```
configure
interface 0/20
switchport mode trunk
switchport trunk native vlan 10
switchport trunk allowed vlan 10,110,120,130
exit
exit
```

## 9. Konfiguration prüfen

### 9.1 VLAN-Inventar

```
show vlan brief
```

### 9.2 Access-Port prüfen

```
show interfaces switchport access 0/5
show vlan port 0/5
show running-config interface 0/5
```

### 9.3 Trunk-Port prüfen

```
show interfaces switchport trunk 0/48
show vlan port 0/48
show running-config interface 0/48
```

### 9.4 Linkstatus kontrollieren

```
show interfaces status all
```

### 9.5 Praktische Funktionstests

1. Endgerät am Access-Port anschließen.
2. Prüfen, ob es eine IP-Adresse aus dem vorgesehenen VLAN erhält.
3. Gateway des VLANs anpingen.
4. DNS und erforderliche Dienste testen.
5. Bei Trunks jedes VLAN einzeln über ein geeignetes Testgerät oder eine VLAN-fähige Schnittstelle prüfen.
6. Firewallregeln zwischen VLANs testen, nicht nur die reine Erreichbarkeit.

**Erfolgskriterien**  
Der Access-Client erhält das richtige Subnetz, der Trunk transportiert nur die vorgesehenen VLANs, das Management bleibt erreichbar und unerwünschte Inter-VLAN-Kommunikation wird durch Router oder Firewall blockiert.

## 10. Änderungen speichern

### 10.1 EdgeSwitch-/UISP-CLI

Wenn die lokale Hilfe den Befehl ausweist, kann die Running-Config in den Startup-Speicher geschrieben werden:

```
write memory
```

Alternativ auf entsprechenden EdgeSwitch-Systemen:

```
copy system:running-config nvram:startup-config
```

### 10.2 UniFi-USW-Geräte

**Keine universelle SSH-Persistenz**  
Bei UniFi-USW-Modellen ist die lokale FastPath-Konfiguration je nach Firmware möglicherweise nur laufzeitwirksam, wird bei einem Neustart verworfen oder durch UniFi Network überschrieben. Ein hersteller- und firmwareübergreifend sicherer SSH-Befehl zum dauerhaften Speichern existiert für diese Produktgruppe nicht.

Darum gilt:

- `<span class="editor-theme-code">write memory ?</span>` beziehungsweise `<span class="editor-theme-code">copy ?</span>` zuerst prüfen.
- Keine undokumentierten Flash-, `<span class="editor-theme-code">cfgmtd</span>`- oder Dateisystembefehle aus fremden Anleitungen übernehmen.
- Nach einem geplanten Neustart alle VLANs und Ports erneut kontrollieren.
- Bei controllerverwalteten UniFi-Switches die dauerhafte Konfiguration in UniFi Network nachbauen.

## 11. Rückbau und Notfallplan

### 11.1 Access-Port zurück auf VLAN 1

```
configure
interface 0/5
switchport mode access
switchport access vlan 1
exit
exit
```

### 11.2 Tagged VLAN aus einem Trunk entfernen

```
configure
interface 0/48
switchport trunk allowed vlan remove 130
exit
exit
```

### 11.3 Trunk-Liste auf einen bekannten Stand setzen

```
configure
interface 0/48
switchport mode trunk
switchport trunk native vlan 10
switchport trunk allowed vlan 10,110,120
exit
exit
```

### 11.4 Management verloren

1. Lokalen Konsolen- oder Ersatzport verwenden.
2. Portplan und zuletzt geänderten Uplink kontrollieren.
3. Native VLAN beider Linkseiten vergleichen.
4. Prüfen, ob das Management-VLAN auf jedem vorgelagerten Trunk erlaubt ist.
5. Switch-IP, Gateway und DHCP beziehungsweise statische IP-Konfiguration kontrollieren.
6. Erst als letzte Maßnahme einen Factory Reset erwägen.

## 12. Häufige Fehler

<table id="bkmrk-symptomwahrscheinlic"><colgroup><col></col><col></col><col></col></colgroup><tbody><tr><th>Symptom

</th><th>Wahrscheinliche Ursache

</th><th>Prüfung

</th></tr><tr><td>Access-Client erhält keine IP-Adresse

</td><td>VLAN fehlt auf Uplink, DHCP fehlt oder Access-VLAN ist falsch

</td><td>`<span class="editor-theme-code">show vlan brief</span>`

, Access-Port und alle Trunks bis zum Gateway prüfen

</td></tr><tr><td>Ein VLAN funktioniert, andere nicht

</td><td>Allowed-VLAN-Liste auf einem Trunk ist unvollständig

</td><td>Jeden Port entlang des Pfades prüfen

</td></tr><tr><td>Switch nach Änderung nicht mehr erreichbar

</td><td>Management-VLAN oder Native VLAN falsch, Gateway/IP nicht passend

</td><td>Konsole oder unveränderten Port verwenden

</td></tr><tr><td>AP ist erreichbar, WLAN-Clients bekommen keine Adresse

</td><td>SSID-VLAN nicht getaggt erlaubt oder fälschlich als Native VLAN gesetzt

</td><td>AP-Uplink und alle vorgelagerten Trunks prüfen

</td></tr><tr><td>Änderungen verschwinden nach Neustart

</td><td>Running-Config nicht gespeichert oder UniFi hat neu provisioniert

</td><td>Startup-/Persistenzmethode des konkreten Modells prüfen

</td></tr><tr><td>Unerwartete Kommunikation zwischen VLANs

</td><td>Router-/Firewallregeln erlauben Inter-VLAN-Verkehr

</td><td>Routing- und Firewallregeln prüfen; VLAN allein ist keine Firewall

</td></tr><tr><td>Nur ungetaggter Verkehr funktioniert

</td><td>Gegenstelle ist nicht VLAN-fähig oder Tags stimmen nicht überein

</td><td>VLAN-Konfiguration auf beiden Linkseiten vergleichen

</td></tr><tr><td>Broadcast-Sturm oder instabiles Netz

</td><td>Switching-Schleife oder falscher redundanter Link

</td><td>STP/RSTP aktiv lassen und Topologie kontrollieren

</td></tr></tbody></table>

## 13. Entsprechung in UniFi Network

In aktuellen UniFi-Network-Oberflächen wird dieselbe Logik mit den Begriffen **Native VLAN / Network** und **Tagged VLAN Management** abgebildet:

<table id="bkmrk-ssh-%2Fswitchbegriffun"><colgroup><col></col><col></col></colgroup><tbody><tr><th>SSH-/Switchbegriff

</th><th>UniFi-Network-Einstellung

</th></tr><tr><td>Access-Port, VLAN 110

</td><td>Native VLAN / Network: VLAN 110; Tagged VLAN Management: Block All

</td></tr><tr><td>Trunk mit allen VLANs

</td><td>Native VLAN auswählen; Tagged VLAN Management: Allow All

</td></tr><tr><td>Trunk mit ausgewählten VLANs

</td><td>Native VLAN auswählen; Tagged VLAN Management: Custom und gewünschte VLANs freigeben

</td></tr><tr><td>`<span class="editor-theme-code">switchport trunk native vlan 10</span>`

</td><td>Native VLAN / Network: VLAN 10

</td></tr><tr><td>`<span class="editor-theme-code">switchport trunk allowed vlan ...</span>`

</td><td>Tagged VLAN Management: Custom

</td></tr></tbody></table>

## 14. Kurzreferenz

### VLANs anlegen

```
vlan database
vlan 110
vlan name 110 Clients
vlan 130
vlan name 130 Guest
exit
```

### Access-Port

```
configure
interface 0/5
switchport mode access
switchport access vlan 110
exit
exit
```

### Trunk-Port

```
configure
interface 0/48
switchport mode trunk
switchport trunk native vlan 10
switchport trunk allowed vlan 10,110,120,130
exit
exit
```

### VLAN ergänzen oder entfernen

```
configure
interface 0/48
switchport trunk allowed vlan add 140
switchport trunk allowed vlan remove 130
exit
exit
```

### Prüfen

```
show vlan brief
show interfaces switchport access 0/5
show interfaces switchport trunk 0/48
show vlan port all
show running-config
```

### Speichern, nur wenn unterstützt

```
write memory
```

## 15. Quellen und weiterführende Dokumentation

- [Ubiquiti Help Center: Switch Port VLAN Assignment (Trunk &amp; Access Ports)](https://help.ui.com/hc/en-us/articles/26136855808919-Switch-Port-VLAN-Assignment-Trunk-Access-Ports)
- [Ubiquiti Help Center: Creating Virtual Networks (VLANs)](https://help.ui.com/hc/en-us/articles/9761080275607-Creating-Virtual-Networks-VLANs)
- [Ubiquiti Help Center: Virtual Network (VLAN) Troubleshooting](https://help.ui.com/hc/en-us/articles/9592924981911-Virtual-Network-VLAN-Troubleshooting)
- [Ubiquiti Help Center: UniFi Switch Settings](https://help.ui.com/hc/en-us/articles/33402927617047-UniFi-Switch-Settings)
- [UISP Help Center: EdgeSwitch CLI Reference Guide](https://help.uisp.com/hc/en-us/articles/22591720570135-EdgeSwitch-CLI-Reference-Guide)

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Diese Anleitung beschreibt allgemeine Netzwerkkonzepte und eine CLI-Familie. Vor produktiven Änderungen immer Modell, Firmware, lokale CLI-Hilfe, Sicherungsweg und Wiederherstellungsplan prüfen.